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Aquarium Wien-Ratgeber für Einsteiger


 
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Tropenfisch
Jungfisch


Anmeldungsdatum: 20.03.2007
Beiträge: 6
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 20.03.2007, 21:29    Titel: Aquarium Wien-Ratgeber für Einsteiger

Hi !

Eine sehr gute Seite für Anfänger: http://www.zierfische.at/ratgeberfueranfaenger.htm

_________________
Mfg
Markus
www.tropenfische.at.gg
www.reptilien.at.gg
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K. de Leuw
Mitglied


Anmeldungsdatum: 20.01.2007
Beiträge: 556

BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 20:50    Titel: Re: Aquarium Wien-Ratgeber für Einsteiger

HAllo,

wenn ich solche Tipps dort lese, denke ichan Fischsuppe:

"Der Heizer kann bedenkenlos in einer leistungsstärkeren Version gewählt werden; der Stromverbrauch zur Erzeugung einer bestimmten Wärmemenge ist gleich. Ein stärkerer Heizer besitzt eine größere Leistungsreserve z.B. bei einem Ausfall der Wohnungsheizung."

Mindestens so wahrscheinlich wie der Ausfall der Wohnungsheizung und anschließende Abkühlung der Wohnung ist der Ausfall des Reglers im Stabheizer, nach Murphy natürlich in der "Ein"-Stellung. Bei einem überdimensionierten Heizer sind dann schnell 35 Grad erreicht und alle Fische tot.

Wenn man also unbedingt dem Ausfall der Wohnungheizung vorbeugen will (was eigentlich Unsinn ist, denn dann muss man schon im Urlaub sein, um nicht eingreifen zu können), sollte man eher mehrere unterdimensionierte Heizer mit in der Summe zu großer Leistung installieren.

Weiter geht es:
"Der Tropentag dauert etwa 12 bis 13 stunden, und so lange sollte dementsprechend auch das Aquarium beleuchtet werden."
Wer in Erdkunde richtig aufgepasst hat, weiß: Am Äquator dauert der tag 12 Stunden, nördlich und südlich davon ist er im Winter kürzer, im Sommer länger, das Jahresmittel sind 12 Stunden. Wer also ganzjährig 12 bis 13 Stunden beleuchtet, bietet mehr Licht als die Natur.

"Im Hauptfilter bauen nützliche Bakterien die im Wasser befindlichen Schadstoffe, z. B. Ausscheidungen der Fische, biologisch ab. "
Unsinn. Es werden organische Stoffe in anorganische umgebaut, letztere sind aber nicht unschädlich, sondern reichern sich im Wasser an, wenn die Pflanzen sie nicht verbrauchen (Beispiel Nitrat).

"Für Fische aus tropischem Weichwasser ist es sinnvoll, im Filter Torfgranulat einzusetzen. Es stabilisiert den ph -Wert im schwach sauren Bereich und reichert das Wasser mit wertvollen Huminsäuren an."
Abgesehen davon, dass man das H in pH-Wert groß schreibt und der Zusatz "wertvoll" seltsam anmutet (gibt es wertlose oder minderwertige Huminsäuren?), gibt es auch tropische Weichwässer ohne Huminsäuren (z. B. die Klarwasser- und Weißwasserflüsse in Amazonien).

"Um Ihren Aquarienpflanzen ideale Startbedingungen zu bieten, sollten Sie den Boden mit dem Langzeit - Bodengrund Sera Floredepot vermischen."
Aha, Firmenwerbung. Sind andere Produkte schlechter? Ich nehme ordinären Lehm oder gar nichts und es klappt.

"Sera Floredepot enthält essentielle Nährstoffe, wertvolle Huminsäuren sowie Spurenelemente..."
Immer rein damit, aber dann nicht wundern, warum es mit bestimmten Fischen nicht klappt. Es gibt Bärblinge in Asien, die auch für den Anfänger leicht zu pflegen sind, aber Huminsäuren überhaupt nicht abkönnen.

"Kaufen Sie Aquarienkies nur im Zoofachhandel, niemals bei Baustoffhandlungen o.ä.! Im Zoofachgeschäft haben Sie die Sicherheit, dass der Kies keine Schadstoffe abgibt."
Hart an der Werbung. Ich nehme nur Spielkastensand aus dem Baumarkt und habe nur gute Erfahrungen damit. Glaubt jemand im Ernst, die Produzenten wären bei Aquarienkies verantwortungsvoller als bei Spielkastensand, den die Kinder in den Mund nehmen?

"Für die Verwendung im Süßwasseraquarium eignen sich beispielweise Granit und Basalt, nicht jedoch kalkhaltige Steine."
Unsinnig verallgemeinert. Im Malawiaquarium sind kalkhaltie Steine ideal.

"Auch das Holz sollten Sie nur bei Uhren Zoofachhändler erwerben! Selbst gesammeltes Holz verfault im Aquarium und gibt auch sonst Schadstoffe ab."
Stimmt nicht. Holz aus Torfstichen kann man bedenkenlos verwenden. Ich habe übrigens schon im Handel Holz erworben, das im Aquarium sofort zu faulen anfing.

http://www.zierfische.at/das_wasser.htm
sollte man am Besten erst gar nicht lesen, wahr ist nur, das der Händler an Leitungswasser nichts verdient, aber an den Mittelchen. In 10 von meinen 14 Aquarien gieße ich nur Leitungswasser, und zwar direkt aus dem Schlauch. Lediglich in Städten, wo noch viel Chlor eingestzt wird, sollte man es im Eimer einige stunden durchlüften. An problematischen Schwermetallen sind bei uralten Installationen Bleiionen im Wasser, das sollte man dann aber auch nicht zum Zähneputzen oder Trinkennehmen. Nagelneue Installationen können Kupferionen abgeben, dauf die kann man aber mit Tests aus dem Handel testen.
In den anderen 4 Aquarien mögen meine Fische weicheres Wasser, da helfen aber keine Mittelchen aus de Handel, sondern nur Entsalzungsanlagen.

"Bei der Photosynthese nehmen die Pflanzen den Nährstoff Kohlendioxid auf und reichern das Wasser mit Sauerstoff an."
Ja und? Bei Dunkelheit verbrauchen sie Sauerstoff.

"also für ein Aquarium von 100 cm x 40 cm ca. 80 Pflanzen"
Tolle Regel! Wenn ich 40 ausgewachsene Echinodorus bleheri (große Schwertpflanzenart) hineinpflanze, können sich die Fische kaum noch bewegen. Der Rest des Kapitels ist ähnlich qualifiziert.

"Die meisten Zierfische leben in der Natur in Schwärmen."
Ich könnte Kotzen! Das Gegenteil ist richtig!

"1. Lebendgebärende Zahnkarpfen begeistern Anfänger und fortgeschrittene Aquarianer. Sie sind ständig aktiv und sehr friedlich. Die farbigen, lebhaften Fische halten sich überwiegend im oberen Drittel des Aquariums auf und sind auch von Anfängern einfach zu vermehren."

Da hat einer richtig Ahnung. Wr einmal Schwerträger gepflegt hat, weiß, dass das mit der Friedlichkeit nicht stimmt. Da mit dem oberen Drittel ist zumindest fragwürdig. Und die einfache Vermehrbarkeit gilt lange nicht für alle Arten und kann bei den Allerweltsarten auch zum Fluch werden.

"Panzerwelse suchen den ganzen Tag Nahrung vom Aquarienboden."
Unterernährte vielleicht, wenn sie nicht vor Erschöpfung auf der Seite liegen.

"Salmler halten sich überwiegend in den mittleren Wasserschichten auf. Sie zeigen ein sehr ausgeprägtes Schwarmverhalten und kommen so um so besser zur Geltung, je mehr Fische einer Art Sie gemeinsam pflegen."
Bullschitt. Beilbauchsalmler sind ein Beispiel für typische Oberflächenfische, auch Bodensalmler mit reduzierter Schwimmblase gibt es. Und Schwarmfische sind lange nicht alle und immer, bestes Beispiel ist der Kaisersalmler, dessen Männchen Reviere bilden, gern knapp über dem Boden. Und meine Schwarzen Neons bildeten allesamt Reviere, die sie nur aufgaben, wenn es Futter gab oder Gefahr drohte.

Labyrinthfische "sind ruhig und bedrohen die anderen Fische nicht." Wer schon mal einen bei der Revierverteidigung gesehen hat, wird das nicht glauben.

"Eine Gruppe von Mosaikfadenfischen kommt in reich bepflanzten Aquarien besonders gut zur Geltung." Bis zur Paarungszeit, dann gibt es Zoff.

"Kleine bis mittelgroße Exemplare des Blauen Antennenwelses (Ancistrus dolichopterus)... sind besonders empfehlenswert." Und wenn sie groß sind, spült man sie das Klo runter?

Die Futterseite ist wieder Werbung, denn wenn man hochwertiges Futter verfüttert,braucht man keine Vitaminpräparate (gilt für Mensch und Tier).

Mein Fazit: Wegklicken!

Gruß, Klaus
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