Bauanleitung für ein Aufzuchtbecken im Aquarium

Viele der im Handel angebotenen Aufzuchtbehälter sind nicht wirklich für den Einsatz im Aquarium geeignet gründe dafür sind z.B.:

  • Fehlender Halt im Aquarium
  • Unzureichende Durchflutung des Aufzuchtbeckens
  • Nicht selbstständig schwimmfähig
  • Tödliche Fallen für ausgewachsene Fische
Um dem ganzen zu entgehen liegt es nahe selbst zum Werkzeug zu langen und ein eigenes Becken zu entwerfen welches dann den Anforderungen von bestimmten Fischen und auch Aquarienbauformen gerecht wird.

Dies hier soll ein kleiner Leitfaden sein wie man den ganzen Bau am besten angeht, worauf geachtet werden soll, und welche Materialien sich besonders für den Bau eigenen.

Anforderungen für ein Aufzuchtbecken:

Welchen Anforderungen soll nun das selbst gebaute Aufzuchtbecken für das Aquarium entsprechen.

Erstens ist es ganz wichtig das durch das Aufzuchtbecken die Fische im Aquarium selbst dadurch nicht gefährdet werden. Die ist meist bei eingängbaren Aufzuchtbecken der Fall bei denen sich die Fische zwischen Aquariumglas und Aufzuchtbecken verhaken und sich dann nicht mehr selbstständig befreien können, meist endet sowas dann tödlich da man nicht so schnell zur Stelle sein kann um den Fisch zu retten.

Das Aufzuchtbecken sollte genügend Schwimmraum für die Jungfische bieten, dabei kommt es meist gar nicht auf das Volumen selbst an, sondern eher auf die Länge des Aufzuchtbeckens, denn die kleinen Jungfische brauchen ja kein 20 cm tiefes Wasser, max. 10 cm reichen auch in den meisten Fällen reicht auch die Hälfte vollkommen aus. Die im Handel erhältlichen Aufzuchtbecken sind meist viel Tiefer was auch einen Platzmangel im Aquarium hervorrufen kann.

Ein Aufzuchtbecken sollte auch selbstständig schwimmfähig sein, denn sollte sich das Becken von der Verankerung lösen so sollten deshalb nicht alle Jungfische in das Aquarium losgelassen werden, wo dann meist der sichere Tod wartet. Also ist es praktisch wenn das Aufzuchtbecken auch von selber schwimmen kann.

Die Befestigung des Aufzuchtbeckens ist auch relativ wichtig, wie im ersten Absatz schon erähnt muss die Befestigung so gewählt werden damit andere Fische im Aquarium dadurch nicht einer unnötigen Gefahr ausgesetzt werden.

Das Aufzuchtbecken sollte auch ausreichend gut durchflutet werden damit die Fische im Aufzuchtbecken immer mit genügend Frischwasser und Sauerstoff versorgt werden.

Das richtige Material für das Aufzuchtbecken

Als gutes Material für ein Aufzuchtbecken eignet sich Plastik, um genauer zu sein PET, aus denen auch die Getänke-Flaschen hergestellt sind. Aber auch viele andere Verpackungen. Als sehr empfehlswert gelten Verpackungen die eine solche Form haben:



Es geht um sogenannte Blisterhauben, etliche Produkte im Handel sind schon in solchen Verpackungen. Wichtig bei einer solchen Blisterhaube ist das diese mindestens eine Tiefe von 5cm haben sollte.

Wenn so eine Verpackung nicht zur Hand ist, kann man es auch in einem Altstoffsammelzentrum versuchen die haben meist tausende solcher Verpackungen in Ihren Containern, da ist sicherlich auch eine dabei die für ein Aufzuchtbecken geeignet ist.

Andere ähnliche Verpackungen oder Gefäße sind natürlich genauso geeignet wie eine solche Verpackung.

Der Vorteil dieser Form ist das diese eine nicht zu große Tiefe hat, sie ist selbstständig schwimfähig, und durch den Seitenrand hat man einen optimalen Abstandhalter zum Aquariumglas.

Bau des Aufzuchtbeckens

Als erstes muss man die Blisterhaube so ausschneiden wie man diese Beötigt, die optimale Form wäre so:



Damit hat man geügend Abstand zum Aquariumglas, und damit hat man auch kein Risiko für andere Fische im Aquarium.

Als nächstes ist es wichtig Löcher mit einer Nadel in das PET zu stecken, am besten man verwendet eine Nadel mit einem Durchmesser von ca 2mm, Stopfnadeln sind dafür sehr geeignet. Einfach mit einem heftigen Ruck die Nadel in den Kunststoff rammen, damit verbiegt sich das Plastik nicht und die Form bleibt schön erhalten und es kommen keine Knicke in das Aufzuchtbecken. Es können ruhig sehr sehr viele Löchen gemacht werden, solange die Stabilität des Beckens damit mit geschwächt wird.

Als nächstes geht es um die Befestigung dazu braucht man 2 starke Drähte die die man dann an der Aquariumscheibe einhängen kann. Die Drähte werden am Aufzuchtbecken mit zwei Löchern befestigt:



Dann wäre das Becken eigentlich schon fertig, noch gut auswaschen und gleich mal probeweise ins Aquarium hängen.