Hamburger Mattenfilter Bauanleitung

Auch hier sollte der Hamburger Mattenfilter nicht fehlen, hierbei handelt es sich um die Eckbauweise des Mattenfilters, die meist in Aquarien zu finden ist.

Erst mal Allgemeines zum Mattenfilter:

Der Hamburger Mattenfilter (HMF) ist sehr wartungsarm und ein rein biologisch arbeitender Filter, dies hat viele Vorteile, so werden die biologischen Abbauvorgänge im Aquarium optimiert und minimiert so die Mulmmenge im Becken.

Der Mattenfilter besteht aus einer Filtermatte die im Eck quer zur Strömungsrichtung eingebaut wird, angetrieben wird der Filter durch eine Kreiselpumpe oder mittels Luftheber.

Die Filtermatte wird nach einigen Wochen Betrieb bräunlich, und kann dann auch mit Pflanzen versteckt, oder auch besetzt werden, und somit fast unsichtbar gemacht werden.

Der HMF sorgt für ein biologisches Gleichgewicht im Aquarium, ersetz aber nicht den Wasserwechsel, da als Endprodukt des Filters Nitrat entsteht, und dies muss mittels Wasserwechsel aus dem Wasser geschafft werden.

Vorteile des HMF:
  • reines biologisches und effizientes Filtersystem
  • wartungsarm
  • für Aquarien bis 300 Liter Volumen oder Zuchtbecken sehr gut geeignet
  • sehr billig
  • Filter befindet sich im Aquarium, somit keine lästigen Schläuche
  • glasklares Wasser
  • die Filtermatte kann bepflanzt werden
Nachteile des HMF:
  • der Filter benötigt viel Platz im Aquarium
  • für größere Aquarien eher ungeeignet
  • bei Mattenreinigung kann sehr viel Dreck im Becken entstehen

Bauanleitung für den HMF

Materialliste:
  • 1 x 5 cm dicke Filtermatte mittlere Porengröße, Höhe und Breite ergibt sich aus der Berechnung. Es gibt Matten mit feinen (PPI 30), und groben Poren (PPI 10)
  • 1 Pumpe oder Luftheber
  • Acrylglasstreifen Dicke ca. 2-3mm
  • Aquariumsilikon


Zuerst sollten die Dimensionen und Materialbedarf berechnet werden, dafür gibt es hier Tools zur einfachen Berechnung:
Wenn alles berechnet ist, dann schneitet man erstmal mit einem Teppichmesser oder Cutter die Filtermatte zurecht, damit diese genau in das Becken passt. Die Matte wird wie im folgenden Bild dargestellt eingebaut.


Als nächstes müssen die Mattenhalterungen hergestellt werden, dafür braucht man die Acrylglasstreifen diese halten die Matte im Eck fest. Die Acrylglasstreifen sollten wie im Bild unten angebracht werden, also die Streifen werden vertikal an den Seitenscheiben des Beckens angebracht ( rote Markierungen in den Bildern ) die Leisten müssen nur vor der Matte angebracht werden, denn durch die Biegung der Matte verkeilt sich die Matte so, dass diese nach hinten gar nicht mehr auskann, und somit fest sitzt. Die Acrylglasstreifen werden einfach mit Aquariumsilikon am Beckenglas befestigt.

Wenn diese vertikalen Halterungen angebracht sind ( siehe Bild oben ) dann kann man noch eine zusätzliche Halterung anbringen die der Matte Form geben soll, diese Halterung bzw. Begrenzung  besteht ebenfalls aus einem Acrylglasstreifen der gebogen wird, wie dann später die Matte im Grundriss gebogen sein soll. Dieser Streifen sorgt auch dafür dass bei einem Mattenwechsel kein Kies in den Filter eindringt, dieser wäre dann nur sehr schwer wieder aus dem Filter zu schaffen, also empfehle ich diese Variante, dann hat man später weniger Arbeit.

Das Acrylglas kann man sehr gut Formen, dazu muss es in einem Ofen auf ca. 100°C erhitzt werden bi es richtig gut formbar ist, am besten Handschuhe dazu verwenden, da man sich sonst Verbrennungen zuziehen kann.

Wenn das Glas in die richtige Form gebracht wurde, ebenfalls mit Aquariumsilikon am Boden befestigen.

Wenn dies alles geschafft ist, kann man schon mal die Matte in die Halterung geben, und überprüfen ob alles stimmt, ist alles in Ordnung kann die Technik in den Filter, dazu die Filterpumpe anbringen ( die meisten Aquarienpumpen haben Saugnäpfe damit kann man diese einfach in der richtigen Höhe an die Seitenscheibe kleben ). Dann noch das Auslassrohr anbringen, und in die Matte an der gewünschten Stelle ein Loch für den Auslass mit dem Cutter schneiden.

Eine schematische Anordnung des Aufbaus auch für die Technik sehen Sie im ersten Bild.