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Daphnien Zuchtanleitung

Wasserflöhe oder auch Daphnien genannt ist ein sehr beliebtes Lebendfutter in Europa. Daphnien sind sehr einfach zu züchten und einfach zu beschaffen da diese auch in heimischen Gewässern zu Hause sind.

Daphnien sollten jedoch nicht als Hauptfutter verwendet werden da diese zwar sehr viele Ballaststoffe enthalten aber z.B. sehr wenig Eiweiß, aber als Nahrungsergänzung sorgen die Daphnien für sehr gesunde Aquariumfische.

Zuchtanleitung

Daphnien können in Gefäßen ab 10 Liter gehalten werden, jedoch sind die Ergebnisse besser wenn die Becken oder Gefäße in denen Ssie gehalten werden größer sind. Wenn man ein altes Aquarium hat so ist das ein sehr guter Behälter für die Daphnien, aber auch Mörtelwannen, die günstig in jedem Baumarkt zu erwerben sind sind optimal zu Haltung von Daphnien. Größere Becken sind deshalb von Vorteil da das Wasser nicht so schnell "kippen" kann, das kippen des Wasser kann zur Folge haben das der ganze Daphnienbestand ausgerottet wird.

In den Behälter muss man erst mal Wasser füllen, Daphnien lassen sich problemlos in altem Aquariumwasser, in Regenwasser, oder auch in Leitungswasser halten, wobei die ersten beisen sicher von Vorteil sind da man sich massig Wasser sparen kann.

Dann das Becken ca. eine Woche stehen lassen ohne die Daphnien, damit sich genügend Algen bilden können. Die Algen sind ganz wichtig für die Zucht von Daphnien, da die Daphnien Filtrierer sind und sich hautpsächlich von Algen ernähren. Wenn das Becken eine Woche gestanden ist kann der Daphnien Ansatz aus dem Fachhandel oder von Freunden dazugegeben werden. Ab dem zugeben des Zuchtansatzes ist es wichtig dass die Wassertemperatur zwischen 18 und 25 °C liegt, da sich bei dieser Temperatur die Daphnien am besten fortplanzen. Das Wasser sollte nicht über 25°C haben, da sonst die Wasserflöhe sehr schnell absterben. Temerpaturen unter 18°C sind nicht sehr tragisch, jedoch mindert die niedrige Temperatur die Vermehrungsfreudigkeit der Daphnien. Das Wasser sollte immer mit genügend Sauerstoff versorgt sein, dazu hat sich ein Luftausströmer mit Luftpumpe bewährt, die immer etwas Luft in das Becken bringt, die Menge der Luft sollte man so einstellen dass das Wasser nur etwas sprudelt, also nur sehr wenig Luftblasen aufsteigen. Die Luftzufuhr kann man auch per Zeitschaltuhr steuern.

Die Daphnien sollten dann täglich mit etwas Trockenhefe gefüttert werden. Immer nur soviel Trockenhefe zugeben, dass nach einem halben Tag das Wasser wieder ganz klar ist. Am besten sollte man sich langsam an die richtig Dosis herantasten, also am Anfang ganz wenig füttern, zugeben kann man immer noch etwas, wenn man zu viel füttert bekommt man die Hefe nicht mehr aus dem Wasser raus.

Für das biologische Gleichgewicht im Becken haben sich Schnecken sehr gut bewährt. Am besten eignen sich Posthornschnecken, oder auch Blasenschnecken, diese Schnecken sind sehr robust und halten mehr aus als z.B. Turmdeckelschnecken. Die Schnecken müssen meist nicht extra gefüttert werden, da sich die Schencken von den Häutungsrückständen der Daphnien und von abgestorbenen Tieren ernähren. Aber auch von den Heferesten die sich z.B. bei Überfütterung am Boden absetzen. Somit halten die Schnecken das Wasser sauber und klar uns sorgen für die biologische Ausgewogenheit.

Der Zuchtansatz sollte so sehr lange ertragreich sein,ohne weitere Pflege der Daphnien, bei kleineren Behältern unter 20 Liter kann es vorkommen dass man öfters einen Teilwasserwechsel durchführen muss, da das Wasser nach der Zeit natürlich auch mit Ausscheidungen der Tiere belastet wird.

Das Becken, oder Gefäß mit den Daphnien kann man ohneweiters auch in der Wohnung haben, da der Zuchtansatz nicht zu stinken oder riechen beginnt. Wichtig ist das der Zuchtansatz nicht im dunklen steht.

Das entnehmen der Daphnien gestaltet sich sehr einfach, mit einem Fischnetz die Daphnien aus dem Becken holen, so viel man halt braucht, und dann die Daphnien im Kescher etwas mit frischen Leitungswasser überspülen und dann in das Aquarium geben. Die Fische werden sich freuen.